kαirós 
Menschen und Kulturen.... 

dass man weiß, was man nicht mehr braucht!“, erklärte mir neulich eine Nachbarin, als ich Funkien in meinen Vorgarten pflanzte. Etwas verwirrt griff ich nach der Schaufel und überlegte, ob ……

In einem Interview Anfang Mai 2017 sprach Isabelle Parize, Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) der Douglas GmbH, über die kulturelle Verfasstheit von Cremes und Düften. Franzosen seien Angeber, gäben in Sexualität und Körper mehr vor, als sie drauf hätten, Italienerinnen schmieren sich Schminke über ihre fiktiven oder vorhandenen Falten ins Gesicht und Deutsche bevorzugen den nude-look. Heißt: Falten sind Zeichen des Lebens. Bitteschön!

„‘Ein Kommentar meiner Kollegin aus Norddeutschland klingt nach. Sie sagt, sie empfindet Schwaben im Alltag als unfreundlich. In Norddeutschland sei man viel freundlicher. Sie hätte sich nun überlegt, ob verschiedene "Stämme" einfach unterschiedliche Vorstellungen von "freundlich" hätten.
Wir haben dann darüber spekuliert, ob - wenn wir das exakt gleiche Gespräch in einem Laden führen würden - sie es als unfreundlich und ich als normal empfinden würde. Spannend, gell?´“

Erst an der roten Ampel fiel mir ein, dass ich den Brief für die Veranstalterin vergessen hatte, in den Briefkasten zu werfen. Rückwärtsgang, umdrehen. Im Gedanken bei Aussagen der „Flüchtlinge“, die heute im Workshop storytelling teilnahmen. Ein älteres Ehepaar, er in abgewetzter Lederjacke, eine gelbe Plastikbox der Deutschen Post in beiden Armen, gefüllt mit Haushaltswaren, stand neben meinem geparkten Auto mit laufendem Motor. Eine Frau mit einem künstlichen Ledermantel entnahm daraus eine Kuchenform und stellte sie auf den Gehweg. „Was soll das?“, fragte der Mann.

Am 01. Februar erhielt Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik im Neuen Schloss in Stuttgart den Eugen-Bolz-Preis. Bolz war württembergischer Ministerpräsident und Widerstandskämpfer, wurde 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet. Der Preis ist eine Auszeichnung und eine politische Botschaft.

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