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Menschen und Kulturen.... 

Weltoffenheit ohne Selbstverneinung (Heinz Bude)

Sie arbeiten ehrenamtlich, als Streetworker, in der Verwaltung oder Integrationsmanager/in mit Geflüchteten? Sie sind motiviert und haben Humor, können über sich selbst vor allem in kuriosen Situationen lachen?

Ein solches Engagement verlangt nicht nur die Fähigkeit, sich mit allen Sinnen verständlich zu machen, sondern auch empathisch gegenüber geflüchteten Menschen zu sein, die das fermde Deutschland immer mehr kennen lernen und / oder Schutz und Anerkennung brauchen. Geflüchtete benötigen ganz konkrete Möglichkeiten, um selbstbestimmt in der Gesellschaft teilzuhaben. Dies schließt mit ein, dass Demokratie, Gleichberechtigung der Geschlechter, Meinungs- und Religionsfreiheit als grundlegende Werte angenommen werden sollten.

Es geht im interkulturellen Dialog um Rechte und Pflichten, um ein Geben und ein Nehmen. So spüren alle Beteiligte sich als etwas Sinnvolles für die Gesellschaft.

Praktisch ist dieser Ansatz komplex.

Wie ziehe ich sensibel Grenzen, wenn ich mich verletzt, missverstanden oder ausgenutzt fühle? Was ist die Motivation eines Verhaltens, das mir nicht zugänglich oder unverständlich ist? Kulturkontakte können bereichernd sein und glücklich machen, sie führen aber auch zu Unsicherheiten und Irritationen – auf beiden Seiten. Eskalationen bleiben nicht aus. Niemand möchte sich als Person selbst verneinen. Niemand möchte seinen kulturell, religiös, sozial und politisch gefüllten individuellen Rucksack ohne Widerstand ablegen.

Was tun?

Ein gewisses Maß an Interkultureller Kompetenz ist unverzichtbar, um Vielfältigkeit wahr- und anzunehmen.

In meinen Workshops und Vorträgen behandle ich folgende Themen:

  •            Eigenes Erfahrungswissen und Standpunkte reflektieren, Werte und Normen
  •           Vorurteile und Stereotypen
  •           Umgang mit unterschiedlichen Denk- und Handlungsmustern
  •           Kulturell geprägte Kommunikationsstile, nicht nur sprachlich, sondern auch körperlich
  •          Unterschiedliche Familien- und Lernsysteme
  •           Aushalten von unklaren bzw. nicht kontrollierbaren Situationen
  •           Das Recht auf Abgrenzung
  •          Wissen um die eigenen Werte und die Werte anderer

In Übungen und Diskussionen bearbeiten wir die praktischen Erfahrungen, um sie in beruflich wie private Kontexten integrieren zu können.

 

 

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